12.07.10
Virtuelles Schweißen erleichtert Lernprozess
Innovative Technik hat nun auch beim Schweißen Einzug gehalten. Virtuelles Schweißen hieß es jetzt bei bei der Gewerbe Akademie. Das Schweißen wird am PC erprobt. Damit ist eine Methode gefunden, die vor allem die junge „Media-Generation“ anspricht. Denn in den Firmen hält der akute Mangel an gut ausgebildeten Schweißern nach wie vor an.
Die Gewerbe Akademie will mit diesem neuesten Gerät des virtuellen Schweißens zeigen, dass der Schweißanfänger unter realitätsnahen und sicheren Bedingungen das Schweißen erlernen kann.
Ergonomisch geformte Brenner, gängige Werkstücke und einstellbare Schweißparameter machen das Üben am Objekt einfach. Mittels Touchscreen wählt der Teilnehmer seinen Lehrplan aus. Erst wenn alle Stufen am virtuellen Gerät durchgearbeitet sind, dürfen die angehenden Schweißer ans echte Schweißgerät. „Die Teilnehmer lernen viel entspannter an diesem sehr realistischen Schweißtrainer“, erklärt Ausbildungsmeister Michael Goray von der Gewerbe Akademie. Das Erlernen ist nicht nur sehr praxisnah, sondern es werden bis zu 25 Prozent an Material und Ressourcen eingespart.
Die Gewerbe Akademie hatte alle metallverarbeitenden und ausbildenden Betriebe zur Präsentation dieser Neuheit nach Offenburg eingeladen. An der Gewerbe Akademie soll in naher Zukunft ein derartiges virtuelles Schweißgerät angeschafft werden. Dann können Kehlnaht, Stumpfnaht sowohl steigend als auch horizontal geübt werden. Auch der stellvertretende Leiter der Gewerbe Akademie, Andreas Beaubis, sieht den Vorteil in diesem absolut neuartigen Schweißgerät. „Die Jugend kann man mit dem Arbeiten am PC immer locken."
