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28.07.10

Weiterbildung vis-a-vis

Französische Bildungsteilnehmer lernen an der Gewerbe Akademie in Freiburg

Sechs französische Arbeitnehmer nutzen zurzeit ein besonderes Weiterbildungsangebot: In der Gewerbe Akademie in Freiburg werden sie zu CNC-Fräsern und -Drehern ausgebildet. Die zweisprachigen Fachkräfte erlernen Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse an modernen CNC-Maschinen. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der französischen Association nationale pour la formation professionnelle des adultes (AFPA). Für vierwöchige Betriebspraktika der Teilnehmer suchen die Ausbilder noch Firmen. Insgesamt hat die Gewerbe Akademie mit der AFPA für 2010 acht Lehrgänge vereinbart.


Die zukünftigen Fachkräfte haben bereits sechs Monate theoretische Ausbildung in Frankreich hinter sich, in der auch der Deutsch-Unterricht eine große Rolle spielte. Nun erhalten die Weiterbildungsteilnehmer drei Wochen berufsrelevanten Unterricht in der Gewerbe Akademie und sammeln anschließend vier Wochen lang praktische Erfahrungen in deutschen Unternehmen. Für diese Praxisphase vom 9. August bis zum 3. September 2010 suchen die Ausbilder noch geeignete Unternehmen. „Das Betriebspraktikum ist für beide Seiten ein Gewinn: die Teilnehmer zeigen, was sie können und die teilnehmenden Firmen können völlig kostenfrei eine mögliche neue Fachkraft testen“, so Heike Schierbaum, die das Projekt an der Gewerbe Akademie in Freiburg koordiniert.

Fachkräftemangel begegnen

An der Gewerbe Akademie erhalten die Teilnehmer anhand verschiedener, teils sehr komplexer Aufgaben Einblick in die Arbeit mit CNC-Maschinen: Die Fräser programmieren auf Heidenhain und arbeiten an einer Hermle B 300 fünfachsig. Die Dreher programmieren auf Siemens und arbeiten mit der Spinner TC65 sowie mit angetriebenen Werkzeugen. Die Männer kommen größtenteils aus dem Metallbereich und wollen mit der Maßnahme ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter vergrößern. Die französische AFPA und die Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg wollen mit dem Weiterbildungsprojekt dem drohenden Fachkräftemangel in Handwerk und Mittelstand begegnen. In Kooperation mit der AFPA wurden in der Gewerbe Akademie bereits mehrere Berufsgruppen geschult. 12 Maler, 12 Sekretärinnen, 9 Buchhalter und 14 Wartungstechniker haben das Programm bisher erfolgreich absolviert. Für 2010 sind noch weitere drei Lehrgänge vereinbart. So starten am 30. August 14 Elektriker ihre Weiterbildung an der Gewerbe Akademie.

Gefragte Experten als potentielle Mitarbeiter

Die Weiterbildung auf beiden Seiten des Rheins bedeutet für die Projektteilnehmer einen wichtigen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt: Als zweisprachige Fachkräfte werden sie nach ihrem Abschluss gefragte Experten für die Firmen entlang des Oberrheins sein. „Gerade für deutsche Firmen mit Niederlassungen im Elsass sind diese Mitarbeiter interessant“, so Werner Gmeiner, Leiter des Geschäftsbereichs Berufliche Bildung der Handwerkskammer Freiburg. Interessierte Firmen sollten die Möglichkeit nutzen, diese potentiellen Mitarbeiter in der Praxisphase im eigenen Betrieb kennen zu lernen. Ansprechpartnerin für die Unternehmen ist Heike Schierbaum, Tel.: 0761 15250-38, E-Mail: heike.schierbaum@hwk-freiburg.de.


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