BWL-Studium

Berufsbegleitende Studiengänge / Betriebswirt und Bachelor

Karriere-Chancen für Berufstätige - Zwei erfolgreiche Absolventen berichten

Betriebswirtin und erfolgreiche Unternehmerin

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Renate Häringer

Die ausgebildete Landschaftsgärtnerin Renate Häringer hat es geschafft. Zusammen mit Ihrem Ehemann führt sie einen Malerbetrieb. Nach der Lehre bildete sie sich zunächst zur Management-Assistentin (HWK) weiter. Schon bald leitete Sie das Firmenbüro selbständig, wollte aber ihr betriebswirt­schaftliches Know-how ergän­zen und aktualisieren. „Als Geschäftsführerin in einem Handwerksunternehmen muss ich in Sachen Betriebswirtschaft na­türlich fit sein“, erklärt Häringer mit einem Schmunzeln. „Die Weiterbildung zur Betriebswirtin war für mich die ideale Lösung für die beruflichen Herausforderungen."

Komplexe Sachverhalte besser verstehen

Es ist wichtiger denn je, wirtschaftliche und rechtliche Zusam­menhänge zu ver­stehen, um konkurrenzfähig zu blei­ben. Da ist es hilfreich, wenn die komplexen Zusammenhänge von qualifizierten Dozen­ten vermittelt wer­den. „Durch die fachliche Kompetenz und die Praxisnähe der Dozenten hatten wir die Gelegen­heit, anhand lebensna­her Beispiele die Kursinhalte besser zu verstehen. Im Rahmen von spannenden Unternehmensplanspielen war das Ineinandergreifen der un­ter­schiedlichen Lerninhalte direkt erfahr­bar.“ Als leidenschaftliche Läuferin hatte Häringer natürlich das nötige Durchhaltevermögen, um einen erfolgreichen Abschluss hinzulegen.

Vom Steinmetz bis zum Bachelor

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Dietmar Bader

Mit der Faszination Naturstein begann Dietmar Baders Karriere im Handwerk.
Von Beruf ist er Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Nun hat er noch seinen Bachelor of Business Administration mit der Traumnote von 1,2 absolviert und ist somit auch der Stolz der Gewerbe Akademie Freiburg. Denn Dietmar Bader ist einer, der nach dem Abitur das Handwerk gewählt und neben dem Beruf das Studium an der Steinbeis-Hochschule absolviert hat. Das Motto „Karriere mit Lehre“ wird durch ihn lebendig.

Zwischenzeitlich ist Dietmar Bader selbstständig mit seiner Firma Steinprojekt (www.steinprojekt.de). Er ist Fachberater für Natursteinrestaurierungen, macht Fachbauleitung und Projektmanagement. Sein Alleinstellungsmerkmal ist neben seinem handwerklichen Wissen der betriebswirtschaftliche Zweig. Denn neben der Qualität spielen bei ihm Kosten und Zeit eine ebenso große Rolle. Und das kommt bei Architekten und Bauherren, vielfach Kirchengemeinden, sehr gut an. Die Ehrfurcht vor den altehrwürdigen Gebäuden trägt er stets im Hinterkopf und erwartet diese auch auf den Baustellen von den Handwerkern. Die größte Faszination üben auf ihn nach wie vor große gotische Bauwerke wie Freiburger oder Straßburger Münster aus. Am Breisacher Münster hatte er über seine ehemalige Firma schon die Projektleitung über mehr als vier Jahre.

Eine Bilderbuch-Karriere: Bester Geselle - Meister - Bachelor - Selbstständiger Unternehmer

Alle beruflichen Stationen liefen bei Dietmar Bader wie am Schnürchen. Aufgewachsen auf der Hardt, hat er in Schramberg sein Abitur gemacht. Leistungskurse waren Kunst und Französisch. „Und die ganze Jugend über habe ich schon Steine gesammelt.“ Er wollte etwas „schaffen“, nicht studieren. So kam er zu Wolfgang Jakob nach Gundelfingen, dessen Vater über viele Jahre der Münsterbaumeister in Freiburg war. Dietmar Bader macht ein Praktikum, lernt dann zwei Jahre und besteht im Jahr 2004 die Gesellenprüfung als Kammersieger. Direkt nach der Lehre geht er auf die Meisterschule und macht in einem Jahr an der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule seinen Meister. „Fortan war meine Adresse bei der Gewerbe Akademie und Handwerkskammer gespeichert“, schmunzelt er. Bader legte eine sehr gute Meisterprüfung hin, dafür dass er keine Berufserfahrung hatte. „Mein Lehrmeister hat mich da sehr unterstützt.“ Da er als Abiturient von den allgemein bildenden Fächern wie Deutsch, Gemeinschaftskunde etc. befreit war, macht er an der Gewerbe Akademie seinen Computerführerschein und den Management-Assistenten. So hatte er den betriebswirtschaftlichen Teil des Meisters schon in der Tasche und hatte mehr Zeit, sich um die handwerklichen Dinge zu kümmern.

Nach der Meisterschule kam dann die Beschäftigung, zunächst als Geselle, bei Armin Hellstern GmbH. Bald hatte er die Meisterstelle inne und blieb in der Firma bis Februar 2011. „Es fehlte noch die psychische Auslastung“, schmunzelt Dietmar Bader. Also machte er während der beruflichen Tätigkeit noch das Studium zum Bachelor of Business Administration. Alle sechs Wochen musste er dazu zur Gewerbe Akademie Freiburg. Dann lernten die Studenten wieder auf die Klausuren. „Man musste sich schon einschränken, den Freundeskreis zurückfahren.“ Seine heutige Frau war damals auch auf der Schule, in Villingen-Schwenningen. So blieb jeder an seinem beruflichen Ball.

Dietmar Bader ist begeistert von dem Bachelor-Studiengang. Es gibt nicht nur eine Prüfung, auf die man alles an Wissen parat haben muss. Sondern durch die Klausuren macht man den Abschluss „scheibchenweise“. In seiner Abschlussarbeit hat er dann für das Projektmanagement in der Natursteinrestaurierung ein neues Konzept aufgestellt, unter Einbeziehung der betriebswirtschaftlichen Werkzeuge. „Das war meine Geschäftsidee.“ Und daneben hat er noch einen Businessplan für Fachberatung in der Natursteinrestaurierung erarbeitet. Beim Abschlussgespräch mit den Professoren überzeugte er und bekam die Traumnote. Konzept und Businessplan hat er umgesetzt, Bank und Agentur für Arbeit damit überzeugt und die Gelder zur Existenzgründung erhalten.

Seit einigen Jahren ist er nun selbstständig. Und wenn vor Ort ein Hubsteiger zu fahren ist, dann fährt er ihn selbst. „Denn den Lkw-Führerschein habe ich nebenbei auch noch gemacht.“ Darüber hinaus hat er noch diverse Sportbootführerscheine für Binnen, See, Sport und Küsten. „Das habe ich alles meinem Lehrmeister zu verdanken.“ Und im Fernsehen war er auch schon mehrfach, bei „Schlag den Raab“ und bei „Das Duell“. Jedes Mal hat der sympathische junge Mann aus Königsfeld im Schwarzwald mit seinem Wissen gepunktet. Auch seine älteren Schwestern sind sehr erfolgreich in Beruf und Familie, berichtet er. „Wir kommen aus keiner akademischen Familie“, aber die Eltern hätten sich immer um die Kinder gekümmert und ihnen die Wege aufgezeigt. Dietmar Bader strahlt diesen Lebens- und Lernwillen aus und verkörpert ihn jeden Tag aufs Neue. Jetzt freut er sich auf viele spannende Kunden und Projekte. Denn Dietmar Bader sieht die Städte komplett anders als Normalbürger. Er hat den Blick für das Besondere. Und natürlich sieht er Mängel sofort.

Steinbeis-Hochschule als erfahrener Partner

Das Studium läuft in Kooperation mit der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin. Diese führt seit mehreren Jahren erfolgreiche Studiengänge mit Hochschulabschluss und Titel zum Bachelor of Arts (B.A.) in Business Administration durch. Der Abschluss ist selbstverständlich staatlich anerkannt und international akkreditiert. Die Studiengänge werden berufsbegleitend durchgeführt. Der Präsenzunterricht findet in der Regel im Abstand von sechs Wochen statt, jeweils freitags und samstags. So haben gerade Berufstätige die Chance, zu einer Position aufzusteigen, bei welcher ein akademischer Abschluss erforderlich ist. Die Einschreibung ist zwingend an eine Berufstätigkeit gekoppelt, da im Verlaufe des Studiums ein Projekt aus der betrieblichen Praxis bearbeitet werden muss.

Zielgruppen - Bewerbung auch ohne Abitur möglich

Zielgruppen sind Interessenten mit einer Ausbildung zum/zur Betriebswirt/in (HWK, VWA, IHK) oder vergleichbarer Qualifikation. Auch Nicht-Betriebswirte (z.B. Meister, Bilanzbuchhalter, Industriefachwirte) mit mittlerem Bildungsabschluss bzw. Fachhochschulreife können bei entsprechender Berufspraxis zugelassen werden.